Gerrit Braun wurde am 21. Dezember 1967 in Hamburg geboren. Er kam wenige Minuten vor seinem Zwillingsbruder Frederik Braun zur Welt und entwickelte bereits in jungen Jahren ein starkes Interesse an Zahlen, Technik und Konstruktionen.
Heute ist Gerrit Braun Mitgründer und Geschäftsführer des Miniatur Wunderlandes. Auf der offiziellen Seite seines technischen Tagebuchs wird er außerdem als „Cheftüftler“ beschrieben, weil er bei vielen komplizierten Entwicklungen eine entscheidende Rolle übernimmt.
Das Miniatur Wunderland befindet sich in der Hamburger Speicherstadt. Es ist weit mehr als eine klassische Modelleisenbahn, denn neben Zügen bewegen sich dort Autos, Schiffe, Flugzeuge, Fahrgeschäfte und viele weitere kleine Modelle durch aufwendig gestaltete Landschaften.
Gerrit Braun im kurzen Steckbrief
| Information | Angabe |
|---|---|
| Vollständiger Name | Gerrit Braun |
| Geburtsdatum | 21. Dezember 1967 |
| Geburtsort | Hamburg |
| Alter | 58 Jahre, Stand Juli 2026 |
| Nationalität | Deutsch |
| Beruf | Unternehmer und Geschäftsführer |
| Bekannt durch | Miniatur Wunderland Hamburg |
| Zwillingsbruder | Frederik Braun |
| Geschäftspartner | Stephan Hertz |
| Schwerpunkt | Technik, Steuerung und Entwicklung |
| Öffentliches Format | Gerrits Tagebuch |
Warum ist Gerrit Braun bekannt?
Gerrit Braun ist bekannt, weil er wirtschaftliches Denken mit technischem Wissen verbindet. Während sein Bruder Frederik häufig neue Ideen und große Visionen entwickelt, prüft Gerrit, wie diese Pläne technisch und finanziell umgesetzt werden können.
Auf der offiziellen Gründerseite wird Gerrit Braun als verantwortungsbewusster und eher vorsichtiger Teil des Brüderpaares beschrieben. Trotz seiner kritischen Art besitzt er ebenfalls die Fähigkeit, groß zu denken und langfristige Projekte zu entwickeln.
Diese unterschiedlichen Stärken sind ein wichtiger Teil des Erfolgs. Eine kreative Idee braucht Begeisterung, aber auch jemanden, der mögliche Probleme erkennt, Kosten berechnet und eine verlässliche Lösung entwickelt.
Gerrit Brauns Kindheit und Familie
Gerrit Braun wuchs gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Frederik in Hamburg auf. Die Brüder entwickelten schon früh gemeinsame Ideen und Pläne, obwohl ihre Persönlichkeiten unterschiedlich waren.
Gerrit war häufig derjenige, der vorsichtig dachte und mögliche Risiken untersuchte. Frederik brachte dagegen oft neue Einfälle ein und wollte diese möglichst schnell verwirklichen.
Gerrit und Frederik Braun als Zwillinge
Die enge Beziehung zwischen Gerrit und Frederik Braun wurde später zu einem wichtigen Vorteil. Sie kannten die Stärken und Schwächen des jeweils anderen und konnten deshalb Aufgaben passend verteilen.
Frederik Braun gilt als besonders emotional, optimistisch und ideenreich. Gerrit Braun wird eher als rational, technisch interessiert und zahlenorientiert beschrieben.
Diese Verbindung funktioniert, weil beide Brüder dieselben großen Ziele verfolgen. Sie möchten Menschen begeistern, neue Welten schaffen und Projekte umsetzen, die zunächst unmöglich erscheinen.
Frühes Interesse an Technik
Schon während seiner Schulzeit konstruierte Gerrit Braun unterschiedliche Dinge. Dazu gehörten ungewöhnliche Projekte und eine für die damalige Zeit technisch anspruchsvolle Modelleisenbahn.
Sein Interesse beschränkte sich nicht auf das Aussehen eines Modells. Er wollte verstehen, wie Bewegungen, Elektronik und Steuerungen funktionieren.
Diese Neugier wurde später besonders wichtig. Im Miniatur Wunderland mussten viele technische Systeme neu erfunden oder stark verändert werden, weil es für die gewünschten Bewegungen keine fertigen Lösungen gab.
Familiärer Einfluss
Auch der Vater der Brüder, Jochen W. Braun, spielte bei der späteren Unternehmensgründung eine Rolle. Er gehörte zusammen mit Gerrit Braun, Frederik Braun und Stephan Hertz zum Gründerkreis des Miniatur Wunderlandes.
Die Brüder berichten in ihrer gemeinsamen Biografie „Kleine Welt, großer Traum“ ausführlicher über ihre Kindheit, ihre früheren Unternehmen und die Entstehung des Wunderlandes. Das Buch erschien 2017 anlässlich ihres 50. Geburtstages.
Gerrit Brauns Karriere vor dem Miniatur Wunderland
Bevor Gerrit Braun als Gründer des Miniatur Wunderlandes bekannt wurde, arbeitete er bereits in verschiedenen Bereichen der Unterhaltungsbranche. Diese Erfahrungen halfen ihm später beim Aufbau eines großen Unternehmens.
Er lernte, Personal zu führen, Veranstaltungen zu planen, technische Systeme zu entwickeln und auf die Wünsche von Gästen zu reagieren. Viele dieser Kenntnisse konnte er später auf die Miniaturwelt übertragen.
Studium der Wirtschaftsinformatik
Nach seinem Abitur begann Gerrit Braun ein Studium der Wirtschaftsinformatik. Dieses Fach verbindet betriebswirtschaftliche Themen mit Informatik, Datenverarbeitung und technischen Systemen.
Das Studium passte zu seiner Art zu denken. Gerrit Braun interessierte sich sowohl für Zahlen und wirtschaftliche Abläufe als auch für Computer und technische Lösungen.
Nach eigenen Angaben beendete er das Studium nicht mit einem Abschluss, sondern brach es kurz vor dem Ende ab. Rückblickend sah er darin keinen reinen Nachteil, weil er dadurch einen weniger gewöhnlichen beruflichen Weg einschlug.
Die Hamburger Diskothek Voilà
Im Jahr 1990 übernahmen Gerrit Braun, Frederik Braun und Stephan Hertz die Hamburger Diskothek Voilà. Dort sammelten sie praktische Erfahrungen als Unternehmer und Geschäftsführer.
Der Betrieb einer Diskothek verlangte mehr als gute Musik. Die Betreiber mussten Personal organisieren, technische Anlagen warten, Veranstaltungen planen, Kosten kontrollieren und dafür sorgen, dass Gäste gerne wiederkamen.
Gerrit Braun entwickelte in dieser Zeit unter anderem technische und organisatorische Lösungen für den Betrieb. Die offizielle Pressemappe des Wunderlandes beschreibt beispielsweise eine von ihm entwickelte Abrechnungssoftware für das Unternehmen.
Das Musiklabel EDM Records
Neben der Diskothek beteiligten sich die Brüder und ihre Partner am Techno- und Trance-Label EDM Records. Auf dem Label veröffentlichten unter anderem Künstler aus der damaligen elektronischen Musikszene.
Diese Tätigkeit zeigte, dass die späteren Wunderland-Gründer bereits vor dem Modellbau kreativ und unternehmerisch arbeiteten. Sie entwickelten Projekte, suchten neue Zielgruppen und verbanden Unterhaltung mit wirtschaftlicher Planung.
Bevor sie sich vollständig auf das Miniatur Wunderland konzentrierten, trennten sie sich von ihren früheren Unternehmen. Damit gingen sie ein großes Risiko ein, weil der Erfolg der geplanten Modellanlage keineswegs sicher war.
Wie Gerrit Braun das Miniatur Wunderland gründete
Die ursprüngliche Idee für das Miniatur Wunderland stammte von Frederik Braun. Nach einem Besuch in einer Modelleisenbahnausstellung entstand bei ihm der Wunsch, eine besonders große und lebendige Miniaturwelt zu bauen.
Gerrit Braun reagierte zunächst vorsichtig. Er untersuchte die Idee, suchte nach möglichen Problemen und prüfte, ob ein solches Unternehmen wirtschaftlich funktionieren könnte.
Von einer ungewöhnlichen Idee zum Geschäftsplan
Frederik musste seinen zahlenorientierten Bruder von dem Projekt überzeugen. Nachdem Gerrit keine ausreichend starken Gründe gegen die Idee gefunden hatte, begann er selbst, an der Umsetzung zu arbeiten.
Gemeinsam mit Stephan Hertz und ihrem Vater Jochen W. Braun gründeten die Brüder das Miniatur Wunderland. Als Standort wählten sie Räume in der historischen Hamburger Speicherstadt.
Die Wahl war mutig, denn die Speicherstadt war damals noch nicht so stark von Besuchern geprägt wie heute. Außerdem mussten die Gründer hohe Investitionen stemmen und eine Ausstellung planen, für die es kaum vergleichbare Vorbilder gab.
Eröffnung im Jahr 2001
Das Miniatur Wunderland wurde am 16. August 2001 eröffnet. Im ersten Jahr kamen rund 300.000 Besucher, obwohl die Betreiber zu Beginn nicht sicher wussten, wie groß das öffentliche Interesse sein würde.
Die Anlage wurde danach immer weiter ausgebaut. Neue Länder, Städte, Landschaften und technische Attraktionen kamen hinzu.
Aus einem vergleichsweise kleinen Startprojekt entstand eine Modellwelt mit mehr als 1.600 Quadratmetern Anlagenfläche. Am 7. März 2025 begrüßte das Unternehmen seinen 25-millionsten Gast.
Herausforderungen in der Anfangszeit
Zu den größten Herausforderungen gehörten die Finanzierung, die technische Planung und der Aufbau eines geeigneten Teams. Die Gründer mussten außerdem erklären, warum eine Modelleisenbahn als dauerhaftes Besucherangebot funktionieren sollte.
Selbst die finanzierende Bank reagierte zunächst mit Verwunderung auf die Idee. Dennoch erhielt das Unternehmen eine Zusage für die erste Finanzierung und konnte mit dem Bau beginnen.
Der Erfolg beruhte nicht darauf, dass von Anfang an alles perfekt geplant war. Viele Lösungen entstanden während des Baus, weil die Mitarbeiter neue Wege finden mussten.
Gerrit Brauns technische Rolle im Miniatur Wunderland
Gerrit Braun wird häufig als technischer Kopf oder „Cheftüftler“ des Miniatur Wunderlandes bezeichnet. Er beschäftigt sich mit komplexen Problemen, bei denen Mechanik, Elektronik, Computerprogramme und Modellbau zusammenarbeiten müssen.
Seine Aufgabe besteht nicht darin, jede kleine Arbeit selbst auszuführen. Er entwickelt Grundideen, prüft technische Möglichkeiten und arbeitet gemeinsam mit spezialisierten Mitarbeitern an verlässlichen Lösungen.
Technik hinter der Miniaturwelt
Die sichtbaren Landschaften sind nur ein Teil der Anlage. Unter den Bergen, Straßen und Gebäuden befinden sich Kabel, Motoren, Sensoren, Computer und selbst entwickelte Steuerungen.
Diese Systeme sorgen dafür, dass Fahrzeuge anhalten, Lichter wechseln, Flugzeuge rollen und zahlreiche Szenen automatisch ablaufen. Die Technik muss dabei täglich über viele Stunden zuverlässig funktionieren.
Das Carsystem
Das Carsystem lässt kleine Autos selbstständig über Straßen fahren. Die Fahrzeuge müssen beschleunigen, bremsen, Abstände halten und auf unterschiedliche Verkehrssituationen reagieren.
Eine besonders bekannte Anwendung ist die Stadt Knuffingen. Dort fahren Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr automatisch zu verschiedenen Unfall- und Brandstellen.
Für Besucher wirkt dieser Ablauf spielerisch und einfach. Hinter der Bewegung stehen jedoch komplexe Steuerungen, Sensoren und Programme.
Fallbeispiel: Knuffingen Airport
Der Knuffingen Airport gehört zu den bekanntesten Projekten von Gerrit Braun. Die Entwicklung dauerte ungefähr sechs Jahre und verlangte etwa 150.000 Arbeitsstunden.
Die Flugzeuge sollten nicht nur auf dem Boden rollen. Sie sollten sichtbar starten, in der Luft verschwinden, später wieder landen und anschließend automatisch zu ihren Positionen fahren.
Gerrit Braun erklärte bei der Eröffnung, dass die größte Schwierigkeit darin lag, eine technisch einzigartige Lösung zu entwickeln. Viele benötigte Systeme gab es vorher nicht als fertige Produkte.
| Technische Herausforderung | Entwickelte Lösung | Wirkung für Besucher |
| Flugzeuge bewegen sich am Boden | Automatisches Fahrzeug- und Leitsystem | Realistischer Flughafenverkehr |
| Flugzeuge sollen starten | Verdecktes Startsystem | Sichtbarer Übergang in den Flug |
| Sichere Landungen | Gesteuerter Landemechanismus | Realistische Ankunft |
| Kleine Modelle mit Beleuchtung | Spezielle Elektronik und Verkabelung | Beleuchtete Flugzeuge |
| Dauerbetrieb | Überwachung und Wartung | Zuverlässige tägliche Abläufe |
| Unterschiedliche Flugpläne | Computergesteuerte Programme | Wechselnder Flughafenbetrieb |
Am Knuffingen Airport finden nach Angaben des Miniatur Wunderlandes täglich rund 360 Starts und Landungen statt. Die Attraktion wurde am 4. Mai 2011 eröffnet.
Gerrits Tagebuch
Die Entstehung des Flughafens wurde in „Gerrits Tagebuch“ dokumentiert. Das Format begann mit Berichten über die vielen Probleme und Fortschritte beim Bau des Knuffingen Airport.
Später kamen zahlreiche weitere Themen hinzu. Dazu gehören Autos, Schiffe, Elektronik, Kirmesmodelle, Formel-1-Technik und neue Bauabschnitte.
Die Videos zeigen auch Misserfolge. Eine Konstruktion funktioniert manchmal nicht wie geplant, ein Fahrzeug bleibt stehen oder ein Mechanismus muss vollständig verändert werden.
Gerade dadurch wirkt das Format glaubwürdig. Es zeigt, dass technische Entwicklung aus Tests, Fehlern, Verbesserungen und viel Geduld besteht.
Im Jahr 2025 erreichte „Gerrits Tagebuch“ die 100. Folge. Die Reihe hatte zu diesem Zeitpunkt insgesamt ungefähr 32 Millionen Aufrufe erreicht.
Gerrit Braun privat: Ehefrau, Kinder und Vermögen
Viele Menschen suchen nach Informationen über Gerrit Brauns Ehefrau, seine Kinder oder sein Privatvermögen. Zu diesen Themen gibt es jedoch nur wenige verlässliche und öffentlich bestätigte Angaben.
Die offiziellen Biografien konzentrieren sich hauptsächlich auf seine berufliche Entwicklung, seinen Zwillingsbruder und das Miniatur Wunderland. Private Familienmitglieder werden dort nicht ausführlich vorgestellt.
Ist Gerrit Braun verheiratet?
Gerrit Brauns aktueller Familienstand ist nicht umfassend öffentlich dokumentiert. Deshalb sollten Namen oder Angaben, die nur auf unbekannten Webseiten erscheinen, nicht automatisch als Tatsache übernommen werden.
Es ist sinnvoll, zwischen öffentlichem Interesse und Privatsphäre zu unterscheiden. Gerrit Braun ist als Unternehmer bekannt, führt aber kein typisches Leben als Prominenter, der regelmäßig private Einzelheiten veröffentlicht.
Hat Gerrit Braun Kinder?
Auch über mögliche Kinder von Gerrit Braun liegen keine ausreichend klaren, offiziell bestätigten Informationen vor. Berichte sollten daher keine Namen, Altersangaben oder familiären Beziehungen erfinden.
Dass eine Person öffentlich bekannt ist, bedeutet nicht, dass alle Mitglieder ihrer Familie ebenfalls Teil der Öffentlichkeit sind. Besonders Kinder sollten vor unnötiger Aufmerksamkeit geschützt werden.
Wie hoch ist Gerrit Brauns Vermögen?
Es gibt keine öffentlich bestätigte Angabe zu Gerrit Brauns persönlichem Vermögen. Zahlen auf sogenannten Vermögensseiten beruhen häufig auf Schätzungen und sollten nicht mit belegten Fakten verwechselt werden.
Der wirtschaftliche Erfolg des Miniatur Wunderlandes erlaubt ebenfalls keine direkte Berechnung seines Privatvermögens. Unternehmensumsatz, Firmenwert, Investitionen und persönliches Eigentum sind unterschiedliche Dinge.
Ein großer Teil der Einnahmen des Unternehmens wird für Mitarbeiter, Wartung, Umbauten und neue Modellwelten benötigt. Aufwendige Attraktionen können über Jahre entwickelt werden und hohe Kosten verursachen.
Auszeichnungen und gesellschaftliches Engagement
Der Erfolg von Gerrit Braun wird nicht nur an Besucherzahlen gemessen. Er und seine Geschäftspartner wurden auch für unternehmerische Leistungen und gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.
Im Jahr 2006 wurden Gerrit und Frederik Braun zu Hamburgs Unternehmern des Jahres gewählt. Die Jury würdigte ihre ungewöhnliche Geschäftsidee und die Bedeutung des Miniatur Wunderlandes für den Tourismus in Hamburg.
Wichtige Auszeichnungen
| Jahr | Auszeichnung | Bedeutung |
| 2006 | Unternehmer des Jahres | Anerkennung der Geschäftsidee |
| 2008 | Optimisten des Jahres | Würdigung der positiven Haltung |
| 2010 | Bundesverdienstkreuz am Bande | Anerkennung gesellschaftlicher Verdienste |
| 2012 | Ehren-Schleusenwärter | Hamburger Traditionsauszeichnung |
| 2015 | DOSB-Ehrenmedaille | Engagement für die Olympia-Initiative |
Die DOSB-Ehrenmedaille erhielten Gerrit und Frederik Braun für ihre Beteiligung an der Initiative „Feuer und Flamme für Hamburg“. Die Initiative unterstützte die Hamburger Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele und organisierte große öffentliche Aktionen.
Zu diesen Aktionen gehörten eine Lichterkette mit ungefähr 20.000 Menschen an der Alster und olympische Ringe, die von mehr als 6.000 Personen im Hamburger Stadtpark gebildet wurden.
Die Unternehmensphilosophie
Gerrit Braun, Frederik Braun und Stephan Hertz beschreiben sich selbst als eine Mischung aus leidenschaftlichen Hobbyisten und verantwortungsbewussten Unternehmern. Wirtschaftlicher Erfolg ist für sie wichtig, soll aber nicht das einzige Ziel des Unternehmens sein.
Ein zentraler Satz ihrer Philosophie lautet:
„Uns sind Menschen wichtiger als Profite.“
Dieser Gedanke zeigt sich unter anderem darin, dass Mitarbeiter kreative Freiräume erhalten. Viele kleine Szenen stammen aus eigenen Ideen der Modellbauer und machen die Ausstellung besonders persönlich.
Die Gründer arbeiten nach eigener Aussage außerdem aktiv in unterschiedlichen Bereichen mit. Sie möchten das Unternehmen nicht nur vom Schreibtisch aus führen.
Aktuelle Projekte und Zukunftspläne
Das Miniatur Wunderland wird ständig erweitert. Auch nach vielen Jahren arbeitet Gerrit Braun an neuen technischen Herausforderungen und Verbesserungen bestehender Abschnitte.
Im März 2025 begrüßte das Wunderland seinen 25-millionsten Gast. Im Jahr 2026 feiert die Ausstellung ihr 25-jähriges Bestehen, da sie im August 2001 eröffnet wurde.
Die Miniatur-Achterbahn Voltron
Ein aktuelles technisches Projekt ist eine Miniaturversion der Achterbahn Voltron. Sie entsteht in Zusammenarbeit mit dem Europa-Park und soll auf den Bauplänen der echten Achterbahn beruhen.
Für den Antrieb wird Technik genutzt, die zuvor für die Miniatur-Formel-1-Strecke entwickelt wurde. Ein wanderndes Magnetfeld soll die kleinen Wagen auch durch Höhen, Kurven und einen Looping bewegen.
Die geplante Anlage wird ungefähr vier Meter lang und im Maßstab 1:87 gebaut. Das Projekt ist besonders schwierig, weil die Wagen schnell und realistisch fahren sollen, ohne aus den kleinen Schienen zu springen.
Die Entwicklung zeigt erneut Gerrit Brauns typische Arbeitsweise. Eine spektakuläre Idee wird in viele einzelne Probleme geteilt, getestet und so lange verbessert, bis ein zuverlässiger Dauerbetrieb möglich ist.
Atacama und der Regenwald
Ein weiteres großes Projekt ist die südamerikanische Welt mit Atacama-Wüste, Anden und Regenwald. Der Regenwald entsteht teilweise in Zusammenarbeit mit der Familie Martinez in Argentinien.
Nach dem Jahresausblick 2026 soll der Regenwald gegen Ende des Jahres für Besucher eröffnet werden. Einen festen Eröffnungstermin gab es im Juli 2026 noch nicht.
Auf ungefähr 121 Quadratmetern sollen rund 30.000 von Hand gefertigte Bäume stehen. Weitere technische Höhepunkte sind eine Wettersimulation und die Nachbildung der Iguazú-Wasserfälle.
Erneuerung älterer Abschnitte
Das Team baut nicht nur neue Welten. Einige ältere Bereiche müssen modernisiert werden, weil Technik, Gestaltung und Modellbaumethoden heute weiter entwickelt sind als zur Eröffnung.
Dabei besteht eine besondere Herausforderung. Die ursprüngliche Geschichte und der bekannte Charakter eines Abschnitts sollen erhalten bleiben, während technische Systeme verbessert und neue Details ergänzt werden.
Diese Arbeiten zeigen, dass das Miniatur Wunderland niemals vollständig fertig ist. Alte Modelle werden gepflegt, Fehler repariert und neue Ideen eingebaut.
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Fazit
Gerrit Braun ist weit mehr als der Mitgründer einer großen Modelleisenbahn. Er ist Unternehmer, Entwickler und Problemlöser, der entscheidend dazu beigetragen hat, eine kleine künstliche Welt lebendig wirken zu lassen.
Seine technische Arbeit bleibt für viele Besucher zunächst unsichtbar. Doch hinter jedem fahrenden Auto, startenden Flugzeug und beleuchteten Gebäude stehen Programme, Kabel, Motoren und jahrelange Entwicklung.
Die Zusammenarbeit mit Frederik Braun ist ein wichtiger Teil seiner Geschichte. Frederiks Begeisterung und Gerrits vorsichtige, technische Denkweise ergänzen sich und machen aus kreativen Ideen umsetzbare Projekte.
Auch nach 25 Jahren ist das Miniatur Wunderland nicht abgeschlossen. Mit neuen Landschaften, einer Miniatur-Achterbahn und weiteren technischen Entwicklungen zeigt Gerrit Braun, dass die kleinste Welt Hamburgs noch viel Raum für große Ideen besitzt.
Häufig gestellte Fragen zu Gerrit Braun
1.Wer ist Gerrit Braun?
Gerrit Braun ist ein deutscher Unternehmer, technischer Entwickler und Mitgründer des Miniatur Wunderlandes in Hamburg. Er ist besonders für die technische Planung und Entwicklung der Anlage bekannt.
2.Wann wurde Gerrit Braun geboren?
Gerrit Braun wurde am 21. Dezember 1967 in Hamburg geboren. Sein Zwillingsbruder Frederik Braun kam wenige Minuten nach ihm zur Welt.
3.Welche Aufgabe hat Gerrit Braun im Miniatur Wunderland?
Gerrit Braun ist Geschäftsführer und technischer Kopf des Miniatur Wunderlandes. Er arbeitet an Fahrzeugsteuerungen, Lichtsystemen, Fahrgeschäften und komplizierten Projekten wie dem Knuffingen Airport.
4.Sind Gerrit Braun und Frederik Braun Zwillinge?
Ja, Gerrit Braun und Frederik Braun sind Zwillingsbrüder. Sie gründeten das Miniatur Wunderland gemeinsam mit Stephan Hertz und ergänzen sich durch ihre unterschiedlichen Fähigkeiten.
5.Wie hoch ist das Vermögen von Gerrit Braun?
Das persönliche Vermögen von Gerrit Braun ist nicht öffentlich bestätigt. Zahlen auf verschiedenen Webseiten beruhen meist auf Schätzungen und sollten nicht als sichere Angaben betrachtet werden.